TA5 Retreat Frankfurt, Januar 2026
Am 28. und 29. Januar 2026 traf sich der Arbeitsbereich 5 (TA5 – Community & Training) zu einer zweitägigen Klausurtagung in den Räumlichkeiten der GDCh in Frankfurt. Ziel des Treffens war es, die strategische Ausrichtung für die zweite Förderphase festzulegen, bestehende Angebote zu optimieren und die Arbeitsabläufe zwischen Untergruppen, Partnern und Zielgruppen in Forschung und Lehre weiterzuentwickeln.
Aufbau und Themen der Klausurtagung
Die Sitzung begann mit einer Überprüfung der aktuellen Aktivitäten und der Festlegung künftiger Prioritäten. Slot 1 konzentrierte sich auf die Struktur und die Ziele von TA5. Mehrere Untergruppen wurden zusammengelegt oder aufgelöst, um Überschneidungen zu vermeiden und Kapazitäten zu bündeln. Neu hinzugekommen ist die Untergruppe „Flagship Lab“, die künftig als Brücke zwischen Best Practices und Forschungsdatenmanagement (RDM) fungieren wird. Darüber hinaus wurden die nächsten NFDI4Chem-Umfragen für den Winter 2026/27 und 2029/30 geplant.
Ein zentrales Thema war die Integration neuer Partner – insbesondere deren Rolle bei der Weiterentwicklung der Ausbildungs- und Kommunikationsangebote. Außerdem wurde diskutiert, wie die Fortführung der NFDI4Chem-Aktivitäten nach Ablauf der zweiten Förderphase strukturell verankert werden kann.
Slot 2 konzentrierte sich auf den internen Austausch: Wie kann die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Untergruppen und Partnern effizienter gestaltet werden? Es wurde vereinbart, alle drei Monate regelmäßige interne TA5-Sitzungen abzuhalten und zur besseren Vorbereitung kurze „Blitzberichte” einzuführen. Zwei Fokus-Workshops zu Open Educational Resources (OER) und Outreach- & Regulars‘-Table-Formaten sollen 2026 konkrete Entwicklungsimpulse geben.
Slot 3 war der Priorisierung der entstandenen Ideen gewidmet, wobei der Schwerpunkt auf Öffentlichkeitsarbeit und Sichtbarkeit lag. Es wurden Pläne geschmiedet, neue Kommunikationsformate für unter 30-Jährige zu schaffen, mögliche Formen der Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Praktikumsbetreuern zu erkunden, neue OER-Vorlagen zu entwickeln und die Präsenz von NFDI4Chem in den allgemeinen Medien zu erhöhen.
Der zweite Tag begann mit Slot 5 zur Integration von RDM in die Lehre. Hier wurde die Vision einer umfassenden Digitalisierung im Chemiestudium weiter konkretisiert. Ein zentrales Ziel ist die schrittweise subkurrikulare Integration von RDM-Inhalten, d. h. deren Vermittlung innerhalb bestehender Module. Beispiele wie das Modell „ELN im Praktikum” oder modulübergreifende Kursvorlagen für Moodle und OpenOLAT sollen verstärkt genutzt werden.
Schließlich konzentrierte sich Slot 4 auf bestehende und neue TA5-Angebote. Der Schwerpunkt lag auf Nachhaltigkeit, Serviceintegration und Ausbildungsstrukturen. Es ist ein umfassender Plan für die strategische Entwicklung der TA5-Dienstleistungen vorgesehen, der von Sonja Herres-Pawlis und Johannes Liermann koordiniert werden soll.
Outlook
Die Klausurtagung zeigte, wie stark TA5 mittlerweile innerhalb von NFDI4Chem und darüber hinaus vernetzt ist, deckte aber auch einige Schwachstellen auf. Die Teilnehmer einigten sich auf klar fokussierte Ziele: Konsolidierung der Strukturen, intensiver Wissenstransfer mit neuen Partnern, gezielte Öffentlichkeitsarbeit und nachhaltige Verankerung von RDM in der chemischen Ausbildung.
Die vereinbarten Maßnahmen sollen es TA5 ermöglichen, in der zweiten Förderphase die Brücke zwischen digitaler Infrastruktur, praktischer Ausbildung und wissenschaftlicher Kulturentwicklung weiter auszubauen.
