FCI Aufruf für Vorschläge hebt die Bedeutung von digitalen Kompetenzen in der chemischen Ausbildung hervor
Der Chemie Industrie Fonds (FCI) hat die Ergebnisse seiner Ausschreibung für Vorschläge bekanntgegeben, die Ende des Jahres 2025 gestartet wurde, mit dem Ziel die Datenwissenschaft in der universitären Chemie (siehe Pressemitteilung Pressemitteilung). Insgesamt von 23 Projekte erhalten Fördermittel in Höhe von insgesamt 1,6 Millionen Euro.
Das Ziel der Ausschreibung für Vorschläge ist die systematische Verankerung datenbezogener Kompetenzen in der chemischen Ausbildung. Einzelne Projekte erhalten bis zu 100.000 € an Fördermitteln; eine Voraussetzung ist ein 20-prozentiger Beitrag von der jeweiligen Hochschule.
Sechs NFDI4Chem-Standorte sind beteiligt
Zu den geförderten Projekten gehören sechs Initiativen, an denen Interessengruppen aus dem NFDI4Chem-Konsortium (die NFDI4Chem-Ansprechpartner sind in Klammern aufgeführt):
- Universität von Ulm (A. Engstfeld)
- RWTH Aachen University (S. Herres-Pawlis & C. Bannwarth)
- Karlsruhe Institute of Technology (N. Jung)
- Technische Hochschule Dortmund (S. Kast)
- RPTU Kaiserslautern-Landau (G. Manolikakes)
- Julius-Maximilians-Universität Würzburg (U. Schatzschneider)
Digitale Kompetenzen in der Chemie
Die Ausschreibung unterstreicht den wachsenden Bedarf an digitalen Kompetenzen über den gesamten Lebenszyklus von Forschungsdaten in der Chemie hinweg. Während die digitale Datenerfassung und -veröffentlichung in vielen Bereichen bereits gut etabliert ist, besteht insbesondere in den Bereichen der Verarbeitung, Analyse und Wiederverwendung strukturierter Daten noch weiterer Entwicklungsbedarf – sowohl in der akademischen Forschung als auch im Hinblick auf die Anforderungen der Industrie.
NFDI4Chem befasst sich bereits seit mehreren Jahren mit diesen Entwicklungen und bietet Programme zur Vermittlung von Forschungsdatenkompetenz und digitalen Methoden an. So widmeten beispielsweise die Chemistry Data Days 2025 der Integration des Forschungsdatenmanagements in die Lehre ein Schwerpunktthema. Darüber hinaus beleuchtet der Artikel „Vermittlung digitaler Kompetenz in der universitären Chemie“, veröffentlicht in den Nachrichten aus der Chemie 02/2026, aktuelle Herausforderungen und Ansätze (https://doi.org/10.1002/nadc.20264156049).
Die Projekte, die von der FCI finanziert werden, tragen zur Verankerung digitaler Kompetenzen stärker festigen in der gesamten Breite der chemischen Ausbildung, wodurch die Fähigkeit weiter verbessert wird eine Verbindung zu datengestützte Forschung und industrielle Praxis.
Wir danken dem FCI für die Ausschreibung dieses Förderprogramms und für die Anerkennung, die sie der Vermittlung digitaler Kompetenzen zuteilwerden lässt, sowie für die sechs Förderungen, die an Mitglieder unseres Konsortiums vergeben wurden!